Diana Ketler, Klavier
"A high level of pianism with an unusual musical intelligence. She will make her mark in the future" - so beschrieb der Komponist György Ligeti die Pianistin Diana Ketler nach einem Konzert in London 2001 wurde Diana als Professorin für Klavier an der Royal Academy of Music in London berufen und gab seitdem Meisterkurse in England, Lettland, der Tschechischen Republik, Spanien, Rumänien und Japan. Diana ist künstlerische Leiterin des Chiemgauer Musikfrühlings in Traunstein. Aus einer bekannten Musikerfamilie aus Riga stammend, erhielt Diana Ketler den ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren. Im Alter von 12 Jahren debütierte sie unter dem berühmten Dirigenten Vassily Sinaisky. Sie studierte in Riga an der Musikakademie, am Salzburger Mozarteum und an der Royal Academy of Music in London bei Theofil Bikis, Karl-Heinz Kämmerling und Christopher Elton. Als Solistin und Kammermusikerin konzertierte Diana Ketler in fast allen europäischen Ländern, Japan, Kanada und Rußland mit Orchestern wie u.a. der Salzburger Kammerphilharmonie, dem Riga Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester, dem Münchener Kammerorchester, dem Georgischen Kammerorchester, dem Lettischen Sinfonieorchester und dem Kobe Chamber Orchestra. Zu ihren Engagements zählen Auftritte sowohl bei zahlreichen Festivals wie dem Musiksommer Gstaad, Ravello Festival, Buxton Festival, Chichester Festival, Carinthischer Sommer, Tartini Festival, SoNoRo Festival, Kobe Music Festival und St.Gallen Musikfestival, als auch in den Glenn Gould Studios in Toronto, im South Bank Centre in London, in der Bridgewater Hall in Manchester, in der Tokio Opera City Hall und der Osaka Symphony Hall. Einige Ihrer Kammermusikpartnern waren Konstantin Lifschitz, Wolfram Christ, Adrian Brendel, Daishin Kashimoto, Baiba Skride, Inga Kalna, Marlis Petersen, Mark Padmore und Heinrich Schiff. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für Sendeanstalten in der ganzen Welt liegen vor, darunter BBC3, Classic FM, BR, NHK, TVR und ORF. Ihre CD Songs and Dances of Life, die sich länderübergreifender Musik u.a. Béla Bartóks, Bohuslav Martinů, Franz Schubert widmet wurde von Radio France International als ein „musikalisches Ausnahmeprojekt“ bezeichnet. Als Mitglied des Ensemble Raro konzertiert Diana in ganz Europa, Japan und Südamerika. Im Sommer 2008 wurde das Album Canti Dramatici mit Werken von Johannes Brahms und Peteris Vasks beim Münchener Label Solo Musica veröffentlicht und seitdem von der Fachpresse hoch gelobt. Während die Zeitschrift Das Orchester vom „göttlich musizierenden Ensemble Raro“ spricht, schreibt das bekannte The Gramophone: „Ensemble Raro brings a feisty application, impeccable polish and lively imagination to Brahms’s stormy C minor Piano Quartet…”. In der Saison 2009/2010 hat das Ensemble Raro im Konzerthaus und Musikverein in Wien, in der Wigmore Hall in London, in der Musashino Hall in Tokyo und in der Carnegie Hall in New York debütiert.
Konstantin Lifschitz, Klavier
Konstantin Lifschitz wurde 1976 in Russland geboren. Mit nur 5 Jahren wurde er in die Vorbereitungsklasse der Gnessin Musikschule in Moskau aufgenommen, wo Tatjana Zelikman, eine der renommiertesten Klavier-Pädagoginnen des Landes, seine Lehrerin wurde. 1989, gerade 13 Jahre alt, gab Konstantin Lifschitz im Saal des Moskauer Konservatoriums sein erstes “großes” Moskauer Konzert, bei dem er begeistert gefeiert wurde. Im folgenden Jahr 1990 ermöglichte ihm ein Stipendium der Russian Culture Foundation Engagements in Paris, München, Mailand und anderen europäischen Musikzentren wahrzunehmen. 1994 spielte Lifschitz zum Abschluss seines Studiums an der Gnessin Musikschule Bachs Goldberg-Variationen. Die japanische Plattenfirma Denon zeichnete dieses Konzert auf, und veröffentlichte die Aufnahme kurz darauf. 1995 wurde Lifschitz dafür in Deutschland mit dem Echo-Klassik-Preis in der Kategorie “Europäischer Nachwuchskünstler des Jahres” ausgezeichnet, 1996 erhielt die Aufnahme einen Grammy-Award. Konstantin Lifschitz spielt heute in allen wichtigen Musikmetropolen der Welt - in Berlin, Frankfurt, Köln, Hamburg, München, Leipzig, London, New York, Mailand, Brüssel, Kopenhagen, Amsterdam, Athen, in den USA und Japan. Er war Solist des New York Philharmonic Orchestra unter Rostropowitsch, der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner, der Moskauer Philharmonikern unter Yuri Simonov, der New Amsterdam Sinfonietta, des Gulbenkian Orchestra, des Danish National Orchestra unter Christopher Hogwood, des MDR Sinfonieorchesters unter Fabio Luisi, des Beethoven-Orchesters Bonn unter Dietrich Fischer-Diskau, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Christian Arming und der Berliner Sinfonie-Orchester. Konstantin Lifschitz war und ist Gast bedeutender Festspiele wie dem Klavierfestival Ruhr, der Schwetzinger Festspiele, des Rheingau Musikfestivals, des Kissinger Sommers, des MDR Musiksommers, des Braunschweig Classix Festivals, der Settimane Musicali di Stresa und der Bach Festwochen in Würzburg. Er spielt Recitals in der Wigmore Hall London, in der St. Petersburg Philharmonic Hall, etc. In der Saison 2003/04 wurde Konstantin Lifschitz zum Mitglied der Royal Academy of Music in London ernannt. In der letzten Saison spielte Konstantin Lifschitz unter anderem beim Musikfest Bremen, in der Philharmonie Essen, eine Deutschlandtournee mit dem Musica Viva Orchester Moskau unter Alexander Rudin und in München. Des Weiteren erneut beim Rheingau-Musik-Festival, sowie bei der Mozartiade in Augsburg mit der Bayrischen Kammerphilharmonie. Er spielt Soloabende und viel Kammermusik, unter anderem mit Carolin Widmann, Eugene Ugorski und Daishin Kashimoto. In der aktuellen Saison 2010/2011 spielt Konstantin Lifschitz unter anderem in Berlin, Bilbao, Madrid, London, Korea, Perth, das Gottfried von Einem Klavierkonzert mit dem ORF RSO Wien und Cornelius Meister in Wien, erneut beim Rheingau Festival und viele weitere Konzerte. Im November 2007 erschien bei ORFEO Lifschitz´ Opfer Bach/Frescobaldi-Aufnahme. Im Juli 2008 nahm er, ebenfalls für ORFEO, das Klavierkonzert op. 20 von Gottfried von Einem auf. Insgesamt sind von Konstantin Lifschitz 21 Aufnahmen erschienen, als letztes eine DVD des Wohltemperierten Klaviers (VAI), welche durchweg hervorragende Kritiken bekam.
Andrej Bielow, Violine
“…Bielow creating a rich vein of fantasy through his ability to balance cheekness with lyricism as if inventing an eloquent commedia dellàrte ballet… “ The Strad, Mai 2009. 1981 in der Ukraine geboren, erhielt Andrej Bielow den ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Sein außergewöhnliches Talent zeigte sich rasch, sodass sich Professor Michael Kuzniezow seiner annahm und ihn weiter förderte. Bereits nach kurzer Lehrzeit trat Andrej Bielow öffentlich in Konzerten auf. Mit 15 Jahren kam Andrej Bielow nach Deutschland und studierte bei Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er 2006 auch sein Konzertexamen absolvierte. Weitere musikalische Ausbildungen erhielt er bei Gerard Poulet am Conservatoire Nationale Superieur-CNR Paris, bei Herman Krebbers, Silvia Marcovici ,Ida Haendel, Zahar Bron, Ana Chumachenko und Benjamin Schimid. Andrej Bielow ist Preisträger der internationalen Wettbewerbe Long Thibaud Paris (2002), Joseph Joachim Hannover (2000) und ARD München (1999). In den vergangenen Jahren erhielt er aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung zahlreiche Stipendien von Kulturinstitutionen wie dem Ukrainischen Kulturfonds, der Theodor Lessing Stiftung, der Stiftung Kulturregion Hannover, den Förderpreis des Landes Niedersachsen und durch die Deutschen Stiftung Musikleben ein Förderstipendium der Gerd-Bucerius-ZEIT-Stiftung . Als Solist gastierte er bereits mit namhaften Orchestern in aller Welt, darunter New Japan Philharmonic, Orchestra National de Radio France, NDR Radiophilharmonie, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Amadeus Chamber Orchestra und dem Münchner Kammerorchester. Er musizierte mit namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Yan Pascal Tortelier, Gianandrea Noseda, Miguel Gomez-Martinez, Christian Arming, Agnieszka Duzcmal, Junichi Hirokami und Christoph Poppen, um nur einige zu nennen. Mit Vorliebe widmet sich Andrej Bielow auch der Kammermusik und sucht immer wieder das Zusammenspiel mit Gleichgesinnten. Als Kammermusiker war unter anderem zu Gast beim Festival Mecklenburg Vorpommern, dem Schleswig Holstein Musik Festival und den Niedersächsischen Musiktagen. Bei der Kronberg Academy trat er mit Gidon Kremer, Juri Bashmet und dem Beaux Arts Trio auf. Seit November 2005 ist er Primarius des renommierten Szymanowski Quartetts mit dem er schon viele Tourneen unternahm. Zeitgleich erhielt er einen Lehrauftrag für Violine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt, spielt er eine Violine von Guiseppe (Filius Andreae) Guarneri (ca.1730-1735) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond.
Alina Pogostkina, Violine
Die 1983 in St. Petersburg geborene Geigerin Alina Pogostkina gewann im Dezember 2005 als erste Deutsche den 9. Internationalen Sibelius Wettbewerb in Helsinki. Die Musikerin, die anfangs durch ihren Vater ausgebildet wurde und derzeit noch an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin studiert, konnte in ihrer bisherigen Karriere bereits zahlreiche Wettbewerbe für sich entscheiden. So gewann sie 1997 als jüngste Teilnehmerin den ersten Preis des Louis-Spohr Wettbewerbs in Freiburg. 1999 wurde sie mit dem „Prix de l’espoire“ der Kultur- Fördergemeinschaft der Europäischen Wirtschaft ausgezeichnet und war zudem Preisträgerin beim Concours Tibor Varga in Sion sowie beim Concours Long-Thibaud in Paris. 2001 zählte sie zu den Preisträgern beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel, 2002 auch beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis, USA. Alina Pogostkina hat an Meisterkursen bei Dorothy DeLay, Ruggiero Ricci, Dimitri Sitkovetzky und Tibor Varga teilgenommen. Sie ist regelmäßig Gast bei international renommierten Musikfestivals wie den Schwetzinger Festspielen und dem Mozartfest Würzburg, den Musikfestivals in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Aspen (USA), den Weilburger Schlosskonzerten, Beethovenfest Bonn, den Salzburger Festspielen, wo sie gemeinsam mit Gidon Kremer aufgetreten ist, sowie den Dresdner Musikfestspielen und Lockenhaus. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Gennadi Roshdestvensky, Sir Roger Norrington, Gilbert Varga, Christoph Eschenbach, Hartmut Haenchen, Mark Elder, Sakari Oramo, Jukka-Pekka Saraste und Mikko Franck. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren ihre künstlerische Karriere. Als Solistin spielte sie u.a. mit dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, Stuttgarter Philharmoniker, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Tampere Philharmonic, Lahti Symphony Orchestra, Residentie Orchestra, Hallé Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Russischen National-Orchester, Orchestre National de Belgique, China National Symphony Orchestra, Netherlands Philharmonic Orchestra, Mozarteum Orchester Salzburg, Kremerata Baltica und BBC Scottish Sympony Orchestra. In der Saison 2007/2008 debütierte Alina Pogostkina beim RTE National Symphony Orchestra Dublin, beim Indianapolis Symphony Orchestra und beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo. Außerdem standen Tourneen mit den Prager Symphonikern und dem City of Birmingham Symphony Orchestra auf dem Programm. Recitals führten sie u.a. nach Finnland, Österreich und Japan. Highlights der laufenden Saison sind Auftritte mit dem Finnish Radio Symphony Ochestra unter Sakari Oramo in Spanien, mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig unter Mario Venzago, eine Konzerttournee mit dem Ochestre National des Pays de la Loire durch Frankreich sowie eine Einladung zum Bergen International Festival. Die Deutsche Stiftung Musikleben stellt Alina Pogostkina eine Violine von Antonio Stradivari (Cremona 1709) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung.
Sergey Malov, Violine & Viola
Sergey Malov wurde in St Petersburg in einer Musikerfamilie geboren. Er fing mit 6 Jahren an, Geige zu spielen. Mit 12 gewann er den Russischen Nationalwettbewerb in St-Petersburg. Mit 14 erhielt er den 2. Preis beim internationalen Louis Spohr Wettbewerb in Weimar. Darauf folgten internationale Preise und Sonderpreise bei den Paganini Wettbewerben in Genua (2006) und Moskau (2007), bei Gradus ad Parnassum (Wien, 2006) und bei Vibrarte (Paris, 2008). Beim renommierten ARD Wettbewerb im Fach Viola wurde er Finalist und bekam den Alice Rösner- sowie den Gebrüder Busch Preis (2008). Sein Durchbruch schaffte er im Jahre 2009, als er zuerst sowohl den Ersten Preis als auch den Publikumspreis beim Internationalen Jascha Heifetz Wettbewerb und kurz darauf den Ersten Preis beim "First International Tokio Viola Competition" gewann. Dazu wurde er Stipendiat der Stiftung "International Music Masters" (London). Den Grudstein seiner geigerischen Ausbildung legte die viel beachtete Kinderlehrerin Tatiana Liberova in St-Petersburg. Auf der Suche nach sinnvoller Interpretation und technischer Freiheit ging er nach Salzburg, wo er bei Helmuth und Zehetmaier, Rainer Schmidt, Igor Ozim auf der Geige und bei Thomas Riebl auf der Bratsche studierte. Sein Studium in Salzburg schloß er mit Auszeichnung ab. Nun studiert er weiter bei Antje Weithaas und Eberhardt Feltz im Fach Kammermusik an der Musikhochschule "Hanns Eisler" in Berlin. Während seines Studiums ließ sich Sergey Malov außerdem von herausragenden Musikern wie Robert Levin, Joseph Silverstein, Andrew Manze, Tabea Zimmermann beraten, die auf seine Musikerpersönlichkeit einen großen Einfluß ausübten. Konzertauftritte führen Sergey Malov durch Europa, Japan und in den Übersee. Er trat u.a. mit der St Petersburg Philharmonie, der Moskau Philharmonie, der Enesco Philharmonie in Bukarest, der Tokyo Philharmonie, dem RSO Wien, dem Kuopio Symphony (Finland), dem Lithuanian National Symphony Orchester, dem Münchner Kammerorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf. Seine Konzertpläne umfassen Auftritte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Lahti Symphony Orchestra, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Amadeus Orchester Salzburg und dem Philharmonic Orchestra in St Petersburg. Recitals sind für die "Sommets Musicaux" in Gstaad, das Enescu Festival in Bukarest, das Verbier Festival, das Bergen Festival und das Funkhaus in Bremen. Er wird außerdem in Tokio und Vilnius Meisterkurse geben. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Musiker und Ensembles wie ÖENM Salzburg, Ensemble Capriccioso, Nicolas Altstedt, Julian Arp, Paul Badura-Skoda, Jérôme Ducros, Ilya Gringolts, Jérôme Pernoo, Antoine Tamestit, Antje Weithaas, Tabea Zimmermann. Sergey Malov spielt eine Geige von August Bernardel, eine Bratsche von Pierre Gaggini und eine Barockgeige von Alexander Rabinovitsch. Neben seinem Interesse für verschiedene Musikrichtungen und Instrumenten, beschäftigt sich Sergey Malov intensiv mit Sprachen, wovon er bereits sechs (neben Russich und Deutsch auch Englisch, Spanisch, Französisch und Ungarisch) beherrscht.
Razvan Popovici, Viola
Razvan Popovici, in eine Musikerfamilie in Bukarest geboren, erhielt den ersten Bratschenunterricht bei seinem Vater Mugur Popovici. Er studierte in Salzburg, Paris und Freiburg bei Peter Langgartner, Jean Sulem und Wolfram Christ. Wichtige künstlerische Impulse bekam er von Tabea Zimmermann, Paul Coletti, Wilfried Strehle, Christoph Wyneken, Thomas Riebl, dem Hagen Quartett und Peteris Vasks. Razvan spielte als Solist in mehreren europäischen Ländern, u.a. in der Kölner Philharmonie, im Festspielhaus Baden-Baden und im Théatre-des-Champs-Elysées in Paris. Er ist regelmäßig Gast bei europäischen Festivals, u.a. bei den Schwetzinger Festspielen, Open Chamber Music Prussia Cove, Harrogate Festival, Oxford Chamber Music Festival, Music at Plush, Ferrarra Musica, Tartini Festival, Boswiler Musiksommer und Kobe Music Festival. Seine Kammermusikpartner waren Konstantin Lifschitz, Rainer Kussmaul, Alexander Lonquich, Thomas Brandis, Daishin Kashimoto, Adrian Brendel, Baiba Skride, Carolin Widmann, Mihaela Ursuleasa, Priya Mitchell, das Voces Quartett, das casalQuartett und Mitglieder des Amadeus Quartetts. Er trat auf in der Wigmore Hall und im South Bank Centre in London, im Atheneum und im Prinzregententheater in München. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für zahlreiche Sendeanstalten liegen vor, darunter BR und SWR, TVR, RRM, RRC, LR3, DRS2, NHK und MTV. Nach einer einjähriger Aushilfstätigkeit bei den Berliner Philharmonikern, war Razvan Gast-Solo-Bratschist u.a. des Kölner Kammerorchesters, der Salzburger Kammerphilharmonie, der Essener Philharmonikern, des Kobe Chamber Orchestra und des Münchener Kammerorchesters. Seine CD Songs and Dances of Life, die sich länderübergreifender Musik u.a. Béla Bartóks, Bohuslav Martinů, Franz Schubert widmet wurde von Radio France International als ein „musikalisches Ausnahmeprojekt“ bezeichnet. Razvan gibt Meisterkurse in der Tschechischen Republik, Rumänien und Japan. Er ist Initiator und Intendant des Chiemgauer Musikfrühlings in Traunstein, der Kammermusikreihe Pèlerinages in München und des SoNoRo Festivals in Bukarest.
Julian Arp, Violoncello
Julian Arp, geboren 1981 in Soltau. Erster Violoncellounterricht im Alter von sechs Jahren. Ausbildung bei Edwin Koch, anschließend Violoncellostudium in der Meisterklasse von Prof. Boris Pergamenschikow und später bei Prof. David Geringas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit Abschluss des Konzertexamens 2008. Zurzeit Zusatzstudium in der Kammermusikklasse von Prof. Eberhard Feltz. Solistendebüt mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester in Schwetzingen 1997, als Solist und Kammermusiker Zusammenarbeit mit verschiedenen Orchestern u.a. Georgisches Kammerorchester, Berliner Symphoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Hamburger Camerata sowie Teilnahme an Festivals im In- und Ausland u.a. Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Beethovenfest Bonn, Semanas Musicales, International Musicians Seminar Prussia Cove und in Beauvais/Frankreich. Rundfunkaufnahmen für den NDR, BR, SWF, WDR und RBB. Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung von 1996-2001, danach Förderung durch das Evangelische Studienwerk e. V. Villigst. Anerkennung des erstmalig vergebenen Boris Pergamenschikow Stipendium durch die Kronberg Academy 2004 und Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Als Preisträger des elften Wettbewerbs Deutscher Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Julian Arp seit März 2003 ein Violoncello von Giuseppe Antonio Rocca, Turin 1839, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz.
Adrian Brendel, Violoncello
Coming Soon
Bernhard Naoki Hedenborg, Violoncello
In Salzburg geboren, verdankt Bernhard Naoki Hedenborg seine musikalische Entwicklung dem Cellisten und Dirigenten, Heinrich Schiff, der ihn fast zehn Jahre intensiv ausbildete. Bernhard Naoki vervollständigte seine Ausbildung bei David Geringas, Zara Nelsova und Miklos Pérenyi. Eine intensive Kammermusikausbildung erhielt er bei György Kurtág, Ferenc Rados, György Sebök, dem Alban Berg, Amadeus, Artis und Hagen Quartett. Bernhard Naoki ist mehrfacher Preisträger bei internationalen Wettbewerben, darunter erhielt er beim “2. Internationalen Tschaikowski Wettbewerb” für junge Musiker die Silbermedaille. 1998 gewann er den 1.Preis und den Spezialpreis beim “Internationalen Wettbewerb für junge Musiker“ in Oslo. Bernhard Naoki verfolgt eine rege Konzerttätigkeit in europäischen Ländern, Japan, Indien und Südamerika u.a. mit dem Kölner Rundfunkorchester, dem Prager Sinfonieorchester, der Slowakischen Philharmonie, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Costa Rica Symphony Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchester und dem Bombay Chamber Orchestra. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Piotr Anderszewski, Christiane Oelze, Daishin Kashimoto, Konstantin Lifschitz, und Joji Hattori. Als Mitglied des Thomas Christian Ensemble trat Bernhard Naoki bei renommierten Festivals auf und nahm mehrere CDs mit Kammermusikbearbeitungen symphonischer Werke von Gustav Mahler, Anton Bruckner und Claude Debussy auf. Er trat im Großen Saal des Wiener Musikvereins auf, wo er als Solist mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks spielte. In der Saison 2007/2008 spielte Bernhard Naoki als Solist in residence am Theater Eisenach acht Konzerte mit dem GMD Tetsuro Ban. Seit 2006 ist Bernhard Naoki künstlerischer Leiter des Kobe Music Festival in Japan. Er gibt Meisterkurse u.a. in Rumänien und Japan.
Reto Bieri, Klarinette
Der junge Schweizer Reto Bieri gehört zu den vielversprechendsten Klarinettisten seiner Generation. Die bei PAN-CLASSICS erschienene Debut CD «Portrait» mit Werken von Copland, Bernstein, Carter und Goodman zusammen mit dem Prague Chamber Orchestra und dem Pianisten Riccardo Bovino dokumentiert dies auf eindrückliche Art und Weise. In der Saison 2004 debutierte Reto Bieri mit grossem Erfolg unter anderem in der Wigmore Hall in London, dem Gewandhaus in Leipzig, der Sala Maria Cristina in Malaga mit dem Zürcher Kammerorchester unter Howard Griffiths und in der Tonhalle Zürich mit dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester des Moskauer Rundfunks unter Vladimir Fedoseyev. 1975 in Zug (Schweiz) geboren und aufgewachsen mit Schweizer Volksmusik, studierte Reto Bieri zunächst an der Musikhochschule Basel bei François Benda, dann in New York an der Juilliard School of Music bei Charles Neidich. Meisterkurse bei Michel Arrignon (Paris), Antony Pay (London), Thomas Friedli (Genf) und der Kammermusikunterricht bei György Kurtag und Krystian Zimerman in Basel beeinflussten seine Arbeit. Reto Bieri ist Preisträger der «Tribune International des Jeunes Interprètes» 2001, dem Wettbewerb der europäischen Radiostationen in Zusammenarbeit mit UNESCO. Dabei entstanden Aufnahmen für diverse europäische Rundfunkstationen wie BBC London, France Musiques, SWR 2, Bayern 4, Hessischer Rundfunk u.a. Schon zuvor arbeitete er mit Schweizer Radio DRS 2 und dem Radio Suisse Romande ESPACE 2 zusammen. Nebst Auftritten als Solist (Tschaikowsky-Sinfonierorchester des Moskauer Rundfunks, Prague Chamber Orchestra, Zürcher Kammerorchester, Ungarische Philharmonie, Orchestre du Festival Tibor Varga, Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel) widmet sich Reto Bieri intensiv der Kammermusik. Zu seinen bisherigen Kammermusikpartnern gehören u.a. Gidon Kremer, Dénes Varjon, Gautier Capuçon, Raphael Oleg, Patricia Kopatchinskaja, Michaela Ursuleasa, Mirijam Contzen, Barry Guy, Gérard Wyss, das Casal Quartett und das Altenberg Trio. Ferner spielte Reto Bieri unter Dirigenten wie Vladimir Fedoseyev, Roger Norrington, Reinbert de Leeuw, Kurt Masur, Tibor Varga und Howard Griffiths. Sein spezielles Interesse gilt ganz besonders Neuer Musik. So erarbeitete er zahlreiche Werke zusammen mit namhaften Komponisten wie György Kurtag, Elliott Carter, John Corigliano, Millton Babbitt, Franco Donatoni, Barry Guy, Thomas Larcher Jörg Widmann u.a. Reto Bieri war Gast an verschiedenen Festivals u.a. mehrfach am «Young Artists in Concert» Festival Davos, am FOCUS Festival New York, an den Musikfestspielen Bratislava, am Gidon Kremer Festival «les muséiques» Basel, am Boswiler Sommer, am Internationalen Kammermusikfestival Leipzig und auf Empfehlung von Herbert Blomstedt an den ORPHEUM Musikfesttagen zur Förderung junger Solisten in Zürich. Seit 2004 ist Reto Bieri Assistent von François Benda an der Musikhochschule Basel.
Radovan Vlatkovic, Horn
Radovan Vlatkovic wurde 1962 in Zagreb geboren. Er gehört zu den weltweit gefragtesten Bläsersolisten. Den ersten Musikunterricht hat er bereits mit sechs Jahren erfahren, seine Hornausbildung hat er in seiner Heimatstadt und in Detmold in Deutschland abgeschlossen. 1979 gewann er den Premio Ancona, 1983 wurde ihm der 1. Preis des Wettbewerbs der ARD in München zugeteilt – der erste Hornist nach vierzehn Jahren, der mit dieser internationalen Auszeichnung bedacht worden ist. Von 1982 bis 1990 war er Solo-Hornist beim Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter Riccardo Chailly und Vladimir Ashkenazy. Er verliess das Orchester, um sich seiner Tätigkeit als Solist widmen zu können. Als Solist ist er inzwischen auf allen Kontinenten aufgetreten. Er musizierte unter anderem mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, Münchner Kammerorchester, Radio-Symphonie-Orchester Berlin, dem BBC Symphony Orchestra London, English Chamber Orchestra, Scottish Chamber Orchestra, Academy of Saint Martin in the Fields, der Camerata Academica und dem Mozarteum Orchester in Salzburg, in Japan mit dem Yomiuri Symphony Orchestra, dem Tokyo Metropolitan, dem NHK Symphony Orchestra und in Australien mit den Orchestern in Melbourne und Adelaide. Als Lehrer hielt er regelmässig Meisterkurse in vielen Ländern, unter anderem bei der Sommerakademie des Mozarteums, der Scuola di Musica in Fiesole, der Academica Chigiana in Siena, dem Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano oder der Royal Academy of Music in London. Von 1992 bis 1998 war er Professor an der Musikhochschule in Stuttgart, dann wurde er als Ordentlicher Professor für Horn an die Universität Mozarteum in Salzburg berufen. Ausserdem leitet er als Professor die “Cátedra Canon“ an der „Escuela Superior Reina Sofia“ in Madrid. Ausgeprägt ist sein Engagement in der Kammermusik; so spielt er mit András Schiff, Heinz Holliger, Klaus Thunemann und Elmar Schmid als ständigen Kammermusikpartnern zusammen. Aufgetreten ist er auf vielen Festivals wie Gidon Kremers Lockenhaus, Rudolf Serkins Marlboro Musik Festival, den Festivals von András Schiff (Musiktage Mondsee, Ittinger Pfingstkonzerte und dem Omaggio a Palladio in Vicenza) sowie Kuhmo, Prades und Prussia Cove. Oft musizierte er auch mit dem Cherubini Quartett und dem Endellion Quartett sowie dem Sänger Peter Schreier. Sein Interesse gilt besonders der zeitgenössischen Musik. Verschiedene Werke wurden eigens für ihn geschrieben: Er spielte Uraufführungen von Elliott Carter, Heinz Holliger, Krzysztof Penderecki und verschiedenen kroatischen Komponisten. Sein Repertoire umfasst die gesamte Hornmusik vom Barock bis in die Gegenwart. Seine Auftritte bei den bedeutenden Festivals in aller Welt werden vom Publikum und Kritik gleichermassen geschätzt und mit Begeisterung aufgenommen. Von 2000 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter des Internationalen Kammermusikfestivals „Musikseptember“ in Maribor, Slowenien. Radovan Vlatković hat viele Aufnahmen mit Werken für sein Instrument eingespielt: Mozart und Strauss Konzerte mit dem English Chamber Orchestra unter Jeffrey Tate, Werke von Saint-Saëns mit dem Ensemble Orchestral de Paris unter Jean-Jacques Kantorow, die Serenade für Tenor, Horn und Streicher mit Neil Jenkins und dem Oriol Ensemble Berlin, Doppelkonzerte von Leopold Mozart und Fasch mit Herrmann Baumann und Academy of Saint Martin in the Fields unter Iona Brown. Eine grosse Zahl von Kammermusikwerken nahm er für EMI, DECCA, Philips, Deutsche Grammophon und Denon auf. Mehrmals erhielt er den Preis der Deutschen Musikkritik. Im Jahre 2004 war er „Artist-in-Residence“ bei den Bremer Philharmoniker. Radovan Vlatkovic´ spielt ein Instrument der Londoner Firma „Paxman“, Model 20 M. Er lebt mit seiner Frau und sechs Kindern in der Umgebung von Salzburg.
Naoki Kitaya, Cembalo
Naoki Kitaya wird in der Presse für sein leidenschaftliches Spiel, seine technische Raffinesse, seine Tonvielfalt und sein improvisatorisches Talent gelobt. Er spielt als Solist und arbeitet oft mit Künstlern wie Cecilia Bartoli, Giuliano Carmignola, Elizabeth Wallfish, Andrew Manze, James Galway, Reinhard Goebel, Heinz Holliger, Heinrich Schiff, Maurice Steger und Michala Petri zusammen. Sein Continuo ist in verschiedenen barocken Ensembles und Opern-Produktionen äußerst gefragt. Der in Japan geborene Musiker hat den größten Teil seines Lebens in Europa verbracht und studierte bei Nikolaus Harnoncourt, Johann Sonnleitner und Andreas Staier. Er lebt in Zürich, wo er für mehrere Jahre Professor für Basso Continuo an der Musikhochschule war, bevor er entschied, sich vollumfänglich seiner Konzerttätigkeit zu widmen. Neben seiner Liebe zur barocken Musik schätzt Naoki Kitaya auch die Klassik, Jazz und Pop sowie die traditionelle asiatische und südamerikanische Musik. Kitaya komponiert für Ensembles und Orchester aller Gattungen. Die Solo-CDs »Louis Couperin« und die Bach’schen Concerti sowie seine CD-Aufnahmen mit Maurice Steger erfuhren große Wertschätzung in der Presse und gewannen mehrere Preise.
Inga Kalna, Sopran
Inga Kalna studierte Musikwissenschaft und Gesang an der Lettischen Musikakademie. Nach ihrem Debüt als Pamina (Die Zauberflöte) wurde sie von der lettischen Nationaloper engagiert. Nach ersten Erfolgen in der Heimat ging sie ins Ausland und studierte an der Royal Academy of Music in London. Inga Kalna wurde zweimal der Lettische Theaterpreis verliehen, und sie ist eine der ganz wenigen Sängerinnen, die den lettischen Great Music Award dreimal erhielten. Von 2001 bis 2007 war Inga Kalna Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Gastauftritte führten sie an die Netherlands Opera Amsterdam, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel, die Tampere Opera in Finnland, zu den Festivals in Salzburg (Erste Dame in Die Zauberflöte unter Riccardo Muti) und Aix-en-Provence und als Alcina an die Pariser Opéra national und die Mailänder Scala. Sie tritt regelmäßig in Riga auf, wo sie neue Rollen sang, etwa die Donna Anna in Don Giovanni und die Desdemona in Otello. In Moskau debütierte sie als Elettra in Idomeneo. Die Zusammenarbeit mit René Jacobs setzte sich fort mit der Partie der Armida in Händels Rinaldo (bei harmonia mundi als CD erschienen), der Dorotea in Contis Don Chisciotte in Sierra Morena, der Xantippe in Telemanns Der geduldige Sokrates (Innsbruck, Staatsoper Berlin), und sie war unter seiner Leitung Gast der Dresdner Musikfestspiele. Als Konzertsängerin hat Inga Kalna u.a. mit Gerd Albrecht, Sir Colin Davis, Ingo Metzmacher, Stefan Soltesz, Marc Soustrot und Simone Young zusammengearbeitet.
Thomas E. Bauer, Bariton
Thomas E. Bauer zählt heute, seiner Vielseitigkeit und Stilsicherheit wegen, zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Er gab kürzlich sein Debüt mit dem Boston Symphony Orchestra (Bernard Haitink), sang Bachs Weihnachtsoratorium mit Riccardo Chailly, der ihn daraufhin für die Silvesterkonzerte mit dem Gewandhausorchester im Jahr 2011 einlud, arbeitete mit der Radio Kamer Filharmonie Hilversum (Masaaki Suzuki), der Internationalen Bachakademie Stuttgart und gab sein Debüt beim National Symphony in Washington (Ivan Fischer) sowie bei der Syriarte (Nikolaus Harnoncourt). Zukünftige Projekte beinhalten Konzerte mit dem Rias Kammerchor, sein Debüt beim Beijing Music Festival, Konzerte mit dem Orquesta Sinfónica de RTVE Madrid (Walter Weller) und mit dem Koninklijk Concertgebouw Orkest Amsterdam sowie diverse Tourneen mit Anima Eterna. Mit dem Theaterensemble La Fura dels Baus ist er europaweit mit einer spektakulären Produktion von Orffs „Carmina Burana“ zu erleben. 2009 sang er die Titelpartie von Peter Ruzickas „Celan“ am Theater Bremen sowie Peter Maxwell-Davies „8 Songs For A Mad King“ am Theater an der Wien. 2011 gastiert er erstmals bei der Mozartwoche Salzburg unter der Leitung René Jacobs. Bei den Salzburger Festspielen 2006 debütierte er mit Salvatore Sciarrinos „Quaderno di strada“. Ein wichtiges Projekt ist seine Zusammenarbeit mit Krzysztof Penderecki, der ihn in sämtliche Aufführungen der „Lieder der Vergänglichkeit“ einbindet. Er wirkte darüber hinaus bei zahlreichen Uraufführungen von Peter Ruzicka, Moritz Eggert, Luigi Nono, Wilhelm Killmayer und Wolfgang Rihm mit und wurde 2003 für seine herausragenden Leistungen auf diesem Gebiet mit dem Schneider-Schott Musikpreis ausgezeichnet. Er gibt Liederabende mit dem Hammerflügel-Spezialisten Jos van Immerseel, zuletzt in der Cité de la Musique Paris, im Brügger Concertgebouw und in Brüssels BOZAR. Ihre erste gemeinsame Lied-CD (Schuberts „Die Winterreise“) erscheint 2010. Seine Diskographie beinhaltet Beethovens 9. Symphonie (van Immerseel), Bach Kantaten (Herreweghe), Vier Toteninseln (Kalitzke) sowie mehrere Schumann Lied-CD`s. Demnächst wird Händels Apollo e Dafne (Bonizzoni) und Zelenkas Missa votiva (Bernius) veröffentlicht. Klaus Voswinckels Dokumentarfilm „Winterreise – Schubert in Sibirien“ erzählt von Thomas Bauers abenteuerlicher Recital-Tournee mit der Transsibirischen Eisenbahn. Der Film wurde mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt.
Andu Dumitrescu, VJ
Andu Dumitrescu ist einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Künstler Rumäniens, aktiv als Lichtdesigner, Bühnenbildner, VJ, Maler und Designer. Er wurde vielfach national und international ausgezeichnet und ist seit 1996 Mitglied desrumänischen Künstlerverbands. Nach dem Bühnenbild-Studium an der Universität der Schönen Künste in Bukarest, vervollständigte Andu Dumitrescu seine Ausbildung in Prag und Mailand. Er stellte in Rumänien, Frankreich, Italien und Tschechien aus. Die Einzelaustellung “Painting?” an dem Internationalen Zentrum für Zeitgenössischen Kunst wurde von der Presse besonders hochgehoben. Er nahm an Projekten bei allen wichtigen Theatern Rumäniens teil, darunter beim National Theater, Nottara Theater, Act Theater und Bulandra Theater in Bukarest. Zur Zeit arbeitet Andu Dumitrescu an dem Projelt “Die Nase”, nach N.Gogol, eine Musik-Performance in Zusammenarbeit mit Alexander Balanescu und Ada Milea (diese Produktion wurde mehrmals in Sibiu/Hermannstadt – Europäische Kulturhauptstadt 2007 gezeigt) und beim “Teatrul Foarte Mic” in Bukarest an dem “Sado Maso Blues Bar”, wo er das Bühnenbild, die Kostüme und die Video-Show entworfen hat.
Eva Gesine Baur
Die Kulturhistorikerin Eva Gesine Baur studierte Literaturwissenschaft, Psychologie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaften. Sie hat zahlreiche Bücher über kulturgeschichtliche Themen und unter dem Namen Lea Singer mehrere Romane veröffentlicht. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet sie in München. Bei C.H.Beck ist von ihr erschienen: Mozarts Salzburg. Auf den Spuren des Genies (2005); Freuds Wien. Eine Spurensuche (2008); Amor in Venedig (2009).
Gitanes Blondes
Wer bei Gitanes Blondes an französische Rauchware denkt, liegt hier völlig falsch. Die vier Münchner Musiker öffnen auf ihren Konzerten eine Schatzkiste voller musikalischer Perlen des Balkans, irischer, russischer und südamerikanischer Weisen sowie der Klezmermusik. Ein Programm zwischen leidvoller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität mit mal bekannten und mal unbekannten Melodien. Ein erstes Zusammentreffen mit dem "King of Klezmer", dem Klarinettisten Giora Feidman führte dazu, dass Gitanes Blondes mit ihm zusammen in Zukunft noch einige gemeinsame Konzerte bestreiten werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.gitanes-blondes.de. Gitanes Blondes sind: Mario Korunic – Violine, Konstantin Ischenko - Akkordeon, Christoph Peters - Gitarre und Simon Ackermann - Kontrabass. Gitanes Blondes spielten u.a.: Schleswig Holstein Musikfestival, Rheingau Musikfestival, Tonmeisterkonzerte Bad Saulgau, Sternstunden Allerheiligenhofkirche München, Südlicht Festival Herzogsägmühle, Chiemgauer Musikfrühling, Tollwood München, Promenadenkonzerte Timmendorfer Strand, Sinnflut Festival Erding, Gasteig München Carl Orff Saal, Fraunhofer Theater - Volksmusiktage, Künstlerhaus am Lenbachplatz, Münchner Volkstheater, u.s.w.
Pierre Charial, Drehorgel
Am Konservatorium von Lyon hat Pierre Charial einst Klavier, Fagott und Komposition studiert. Nachdem er einige Jahre als Lehrer und Veranstalter tätig war, begann er, Musik für mechanische Instrumente zu „notieren“: das heißt, selbst die „Software“ für Drehorgeln herzustellen. Die nämlich besteht aus gestanztem Karton, Lochstreifen, durchlöchertem Papier. Die Mechanik der Drehorgel (Orgue de Barbarie) befindet sich noch weitgehend auf dem Stand des 18. Jahrhunderts. Damals schrieben selbst Komponisten wie Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven für mechanische Orgeln und Flötenuhren. Als Pierre Charial 1974 das Instrument für sich entdeckte, war er 30 Jahre alt. Zunächst schien es ihm nur eine Kuriosität zu sein, ein seltsames Mysterium aus der Sphäre der Jahrmärkte und Karussells. Doch nachdem er sich mit der historischen Spielliteratur vertraut gemacht hatte, erwachte seine Leidenschaft für das künstlerische Potential des Leierkastens. Obwohl das Instrument nur dreieinhalb Oktaven umfasst und zu keinem Espressivo fähig ist, besitzt es einige außergewöhnliche Charakterzüge: präzise und tonhöhengenaue Intonation, reine und homogene Klangfarben, eine vielstimmige, orchestrale Virtuosität. „Die Drehorgel ist allen anderen Instrumenten in einem absolut überlegen“, sagt Charial: „Sie allein erlaubt, die Dauer eines jeden Tons exakt zu kontrollieren.“ Viele Jahre lang hat Pierre Charial, begleitet von Françoise Terrioux, für die Rehabilitation der Drehorgel gekämpft. Er spielte die Klassiker – wie Haydns „32 Stücke für Flötenuhr“ – und erarbeitete neue Arrangements – etwa einen Drehorgel-Part für Prokofievs „Peter und der Wolf“. Sein Beispiel regte zeitgenössische Komponisten an, für die Drehorgel zu schreiben, darunter Luciano Berio und Iannis Xenakis. Der Franzose Marius Constant komponierte für Charial ein Konzert für Drehorgel und Orchester. In Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Martial Solal entstand eine „Pièce de rechange pour orgue mécanique“. Und für seine Debütplatte „Hors Gabarit“ adaptierte Charial 1985 ganz unterschiedliche Kompositionen wie Chick Coreas „Spain“, Mike Mainieris „Oops“ oder einen Walzer von Igor Strawinsky. Damals begann Pierre Charials altertümliche „Orgue de Barbarie“, sich in eine Stimme der Avantgarde zu verwandeln. 1988 machte der abenteuerlustige Leierkastenmann durch Conlon Nancarrow in Köln die persönliche Bekanntschaft von György Ligeti, der ihn damit beauftragte, seine legendäre Cembalo-Komposition „Continuum“ für die Drehorgel zu adaptieren. Dem Prestissimo-Stück, das verschiedene motorische Abläufe zu einem flirrenden, kontinuierlichen Gittermuster schichtet, folgten bald weitere Ligeti-Aufträge wie „Hungarian Rock“ oder die elfsätzige „Musica Ricercata“. Auch die Innovatoren im Grenzgebiet von Jazz, Neuer Musik und Imaginärer Folklore wurden auf die stilistisch verwandelte Drehorgel aufmerksam. Nicht zuletzt der französische Name des Instruments, Orgue de Barbarie, wirkte hier inspirierend: Die neuen „Barbaren“ in Europas Jazz kombinierten den Leierkasten mit anderen hemdsärmeligen Klangerzeugern wie Mundharmonika, Akkordeon und Tuba. Michel Godard ließ sich von Charials mechanischem Arrangement des „Karnevals von Venedig“ (von Arban) begleiten. In Michael Riesslers „Orange“ setzte Charials Drehorgel die Grenzmarken des tonal-strukturalen Klangfelds. Und zu Sylvie Courvoisiers Projekt „Ocre“ (ein Wortspiel über „orgue“) steuerte der Drehorgler auch als Komponist den Geist seines modern verfremdeten Instruments bei: kleine, bizarre Tänze, in denen sich Nostalgie und Futurismus zum Cluster verschränken.
Michael Riessler, Klarinette
Michael Riessler wurde1957 in Ulm geboren. Nach dem Abitur (1975) absolvierte er ein Studium in der Hochschulklasse Klarinette an den Musikhochschulen Köln und Hannover. Von der Münchner Abendzeitung wird Riessler als Deutschlands derzeit „aufregendster“ Jazzmusiker gefeiert. Der Bassklarinettist und Komponist gilt als ein Grenzgänger zwischen Improvisation und zeitgenössischer Klassik. Riessler hat mit Musikern aus den unterschiedlichsten Bereichern gearbeitet: von Maurizio Kagel bis John Cage, von Steve Reich bis Helmut Lachenmann, vom Arditti Quartett bis zum Ensemble Modern, von Carla Bley bis Terry Bozzio. Michael Riessler hat eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Er lebt und arbeitet in München.















