Razvan Popovici

 Liebe Freunde der Musik,

Unser Chiemgauer Musikfrühling wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Ein wahrer Grund zum Feiern. Aber auch zum Erinnern: Wir haben neun Auflagen des Festivals erlebt, jede mit ihren Höhepunkten, unvergesslichen Erlebnissen, amüsanten Pannen und ihrem eigenständigen Charakter. Es macht mich wirklich stolz, dass in dieser Zeit der Chiemgauer Musikfrühling zu einer wahren internationalen Begegnungsstätte hochrangiger Musiker wurde und sich als eines der spannendsten Festivals der Region etabliert hat.   Vom 7.- 16. Juni 2013 haben wir für Sie zwölf Konzerte in Traunstein, Kloster Seeon und Traunreut geplant. Großartige Interpreten werden sowohl Meilensteine der Musikliteratur wie das Oktett von Franz Schubert, das Quintett für Klavier und Bläser sowie das Divertimento für Streichtrio von Wolfgang Amadeus Mozart als auch selten Aufgeführtes zum Erklingen bringen. Und wir werden ganz Neues spielen: die deutsche Erstaufführung des Stückes „Schimmer“ der lettischen Komponistin Santa Ratniece vorgetragen vom Ensemble Raro.   Der renommierte Münchner Bach Chor unter Hansjörg Albrecht eröffnet das Festival mit Brahms' Zigeunerliedern an der Seite der Pianisten Diana Ketler und Konstantin Lifschitz, die zudem Brahms' Liebeslieder-Walzer für Klavier zu Vier Händen sowie Klaviermusik von Antonín Dvořák zu Gehör bringen werden. Der virtuose klassische Geiger Benjamin Schmid goes Jazz und wird, wie üblich, im Trio mit Georg Breinschmied, Bass und dem „norwegischen Wunder am Akkordeon“ Stian Carstensen für Furore in der Klosterkirche sorgen. Ein absoluter Hochgenuss wird das Konzert im k1 in Traunreut sein: Vivaldis Vier Jahreszeiten mit dem russischen Geiger Alexander Sitkovetsky als Solist erklingen in Gegenüberstellung zu den Four Seasons of Buenos Aires von Piazolla,  ausgeführt und bearbeitet vom argentinischen Bandoneon-Spieler Marcelo Nisinman. Im Kloster Seeon, wo der Chiemgauer Musikfrühling seit drei Jahren eine zweite Heimat gefunden hat, kann das Publikum gleich vier Mal Besonderes Hören: der Pianist Konstantin Lifschitz und die Geigerin Alina Pogostkina sind nur einige der illustren Mitwirkenden im Konzert am 9. Juni; das ausgezeichnete Bläserquintett des Musikfrühlings wird in der Kapelle St. Wallburg auserwählte Stücke darbieten; der Cellist Arian Brendel feiert gemeinsam mit dem japanischen Cembalisten Naoki Kitaya in einem spannungsreichen Programm 100 Jahre Benjamin Britten und im Konzert Mozart - Göttliches en détail wird der Komponist , wie es sich gebührt, gleich mit drei aufgeführten Stücken gefeiert. Selbstverständlich wird auch die liebgewordene Tradition der Kinderkonzerte fortgeführt! Insgesamt drei Vormittags-Aufführungen wird es in Traunstein und Traunreut geben. Kindergarten- und Schulkinder werden somit lebendig an klassische Musik und ihre Instrumente herangeführt.   Das Festival wird mit einer feierlichen Abschlussgala beendet. Wir haben uns wieder etwas Besonderes für Sie ausgedacht: die Klosterkirche wird feierlich verwandelt und das Publikum kann an einem Galadinner mit mediterranem Menu teilnehmen, zubereitet von dem im Chiemgau bekannten Chefkoch Hans Blösl vom Yachtclub Prien am Chiemsee. Die Stars des Musikfrühlings werden mit dem Publikum feiern und selbstverständlich musizieren - nicht nur Walzer sondern auch zahlreiche andere musikalische Köstlichkeiten stehen auf dem Programm.   Ich freue mich sehr auf Ihr zahlreiches Kommen und hoffe, dass wir in diesem Jahr gemeinsam den schönsten Chiemgauer Musikfrühling erleben werden! Mit den besten Wünschen zum musikalischen Jubiläum,  

Ihr
Razvan Popovici


Diana Ketler

 Liebe Freunde,

“Es ist gemein, wissen Sie, dass Musik so schön ist. Sie hat die Schönheit der Einsamkeit, des Schmerzes von Strenge und Freiheit. Die Schönheit der Enttäuschung und unerfüllten Liebe. Die grausame Schönheit der Natur und ewige Schönheit der Monotonie.” Diese eindringlichen Worte von Benjamin Britten, dessen 100. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr feiert, könnte die Überschrift zu unserem diesjährigen 10. Jubiläums des Chiemgauer Musikfrühlings sein. Wir, die Musiker, werden vor Ihnen stehen, um nach dieser Schönheit zu suchen und wir hoffen, sie in einem Moment der Inspiration einzufangen. Und es ist das Suchen nach diesem Moment, das uns nun schon seit zehn Jahren immer wieder planen, organisieren, aufführen und kommunizieren lässt. Und es sind genau diese besonderen Momente, die uns beim Zurückschauen erinnern lassen, was unseren Chiemgauer Musikfrühling so aussergewöhnlich und wertvoll macht. Ich möchte allen Musikern danken, die immer wieder zu unserem Festival zurückkehren und es dadurch zu etwas Persönlichem, Anerkanntem, Fantastischem ganz und gar nicht Kommerziellem machen. Ich möchte auch unseren vielen Freunden, Helfern und unseren zahlreichen Besuchern danken. Sie alle machen es möglich, dass wir uns jedes Jahr wieder treffen und gemeinsam nach etwas ganz Besonderem suchen können.

 

Ihre
Diana Ketler
Künstlerische Leiterin
Diana Ketler


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