Razvan Popovici

 Liebe Musikfreunde,

Zwischen dem 20. und 30. Mai 2011 öffnet der 8. Chiemgauer Musikfrühling wieder die Tore für Musikliebhaber aller Art. In der magischen Klosterkirche in Traunstein, in den traumhaften Räumen des Klosters Seeon und im vielseitigen Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 in Traunreut werden 14 Konzerte erklingen, die spannende Themen erforschen: In „Seelenverwandschaften“ werden Komponisten wie Antonín Dvořák, Samuel Coleridge-Taylor und Ernst von Dohnányi aufgeführt, alle durch die Nähe zu Johannes Brahms verwandt. „Prag – Eine Legende“ lädt die Zuhörer auf eine überraschende musikalische Reise in die tschechische Hauptstadt ein. Die dreiteilige Reihe „The Art of Duo“ erforscht spannende Möglichkeiten des Duo-Spiels: „Jazz-it“, „Miniaturen“ und „Barocke Meisterwerke“. Die „Lebensfreude“ aus dem osteuropäischen Raum wird sowohl musikalisch als auch mit einer poetischen Videoprojektion im k1 dargestellt. Das aufregende „Tastenduell“ zwischen dem Pianisten Konstantin Lifschitz und dem Cembalisten Naoki Kitaya wird im Festsaal des Klosters Seeon stattfinden. Die Gitanes Blondes werden ihre exotische Schatztruhe in der Klosterkirche aufmachen. Und das Abschlusskonzert „Am Grabe Richard Wagners“ bringt die legendären „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss zum Erklingen und ist gleichzeitig eine Hommage an König Ludwig II. von Bayern. Neben den schon lange bekannten Musikerfreunden des Chiemgauer Musikfrühlings wie dem Pianisten Konstantin Lifschitz, der Geigerin Alina Pogostkina, dem Klarinettisten Reto Bieri sowie den Cellisten Bernhard Naoki Hedenborg und Adrian Brendel werden viele weitere Weltklassekünstler zu hören sein: Der kroatische Hornist Radovan Vlatković, die lettische Sopranistin Inga Kalna, der deutsche Bariton Thomas E. Bauer, der ukrainische Geiger Andrej Bielow, der russische Bratschist Sergey Malov, der japanische Cembalist Naoki Kitaya, die französischen Jazz-Musiker Michel Riessler und Pierre Charial, die Münchener Schriftstellerin Lea Singer und die Gitanes Blondes. Wir freuen uns auf bekannte und neue Gesichter im Publikum und wünschen Ihnen eine unvergessliche Zeit!  

Diana & Razvan
Razvan Popovici


Diana Ketler

 Liebe Freunde,

Wir freuen uns sehr, Sie wieder beim Chiemgauer Musikfrühling begrüßen zu dürfen. Zum achten Mal haben wir für Sie ein wahres Fest der Musik vorbereitet. Wir sind glücklich und stolz, dass viele Künstler wieder zu uns zurückkommen und den Chiemgauer Musikfrühling zum festen Bestandteil ihres prall gefüllten künstlerischen Kalenders gemacht haben.

Dieses Jahr präsentieren wir Ihnen außerdem einige wunderbare neue Künstler: Den fantastischen Cembalo-Virtuosen Naoki Kitaya; den phänomenalen Hornisten Radovan Vlatkovic; zwei außergewöhnliche Sänger, nämlich die Königin der Barock- und Belcanto-Szene, Inga Kalna, sowie den König der Lieder, Thomas Bauer; den großartigen Violinisten Andrej Bielow, Primarius des Szymanowski Quartetts; den versierten Bratschisten und Violinisten Sergey Malov, Gewinner des Internationalen Mozartwettbewerbes in Salzburg 2011; sowie den ebenso filigranen wie intelligenten jungen Berliner Cellisten Julian Arp.

Wie immer hält auch unser Programm wieder viele Entdeckungen und Überraschungen parat! Sie werden zwei wichtige Werke von Ernst von Dohnanyi zu hören bekommen, eines Mannes von enormer künstlerischer und sozialer Integrität und erstklassigen Pianisten. In den 1920er Jahren führte er den gesamten Klavierzyklus Beethovens auf, spielte meisterhaft Bartók und Kodaly und war Lehrer so großer Pianisten wie Annie Fisher, Geza Anda, Ervin Nyiregyhasi und George Cziffra. Seine erste Komposition, das Klavierquintett, wird unser Festival eröffnen. Es wurde von Brahms in den höchsten Tönen gelobt und in Wien angepriesen. Ein weiterer interessanter Name ist Samuel Coleridge-Taylor, ein in Sierra Leone geborener englischer Komponist. Seine Karriere entspann sich zunächst in England und den USA. Er wurde von Edward Elgar unterstützt und entwickelte ein profundes Interesse an der Musik des afrikanischen Kontinents. Leider starb er bereits im frühen Alter von 37 Jahren. Eine weitere Entdeckung des 8. Chiemgauer Musikfrühlings ist die eindringliche Golem Suite des israelischen Komponisten Betty Olivero. Sie vereint das Heilige und das Weltliche, Legende und Innovation auf faszinierende Weise. Mein persönlicher Geheimtipp für Sie ist das „Tastenduell“ zwischen dem enigmatischen Pianisten Konstantin Lifschitz und dem virtuosen Cembalisten Naoki Kitaya. Beide werden für ihre Interpretationen des Barock-Repertoires international gefeiert. Ihr Programm umfasst auch die Werke von zwei Mitgliedern des Couporein-Clans, Francois und dessen Onkel Lois. Eine zweite musikalische Familie, die Bachs, wird von den zwei berühmten Partituren Johann Sebastians repräsentiert. Diese Werke in zwei völlig verschiedenen Interpretationen mit unterschiedlichen Instrumenten und Herangehensweisen zu hören, wird sicher viele Fragen aufwerfen, ohne objektive Antworten zu geben. Am wichtigsten aber ist, dass die beiden Duellanten ihre Stellung mit viel Feuer und Leidenschaft verteidigen werden! Ich hoffe, Sie alle glücklich, traurig, bewegt, nostalgisch und vor allem inspiriert und voller kreativer Energie zu sehen!

Ihre Diana Ketler, Künstlerische Leiterin
Diana Ketler


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